2026-08-31 Aktuelle Nachrichten und Hintergründe aus Deutschland und der Welt.
Moderne Kunstskulpturen in einer Berglandschaft spiegeln sich in einem ruhigen Teich wider.

„Die Berge Tirols“ in Berlin: 300 m² zum Mitmachen

Kuhglocken, Gletschermüll und eine Statue des Heiligen Nikolaus führen mitten in eine Bergwelt, die weit weniger unberührt ist, als viele Postkarten vermuten lassen. Die Sonderausstellung „Die Berge Tirols“ ist vom 29. Juli 2026 bis 25. April 2027 im Museum Europäischer Kulturen in Berlin zu sehen. Ein Eintrittspreis und Buchungsangaben für den allgemeinen Ausstellungsbesuch sind auf der vorliegenden Museumsseite nicht ausgewiesen.

Nach Angaben der Staatlichen Museen zu Berlin richtet sich die Ausstellung an Bergfans, Familien und andere Neugierige. Kinder und Jugendliche sind ausdrücklich willkommen. Für den Rundgang über rund 300 Quadratmeter sollten Besucherinnen und Besucher etwa 60 bis 90 Minuten einplanen.

Zwischen Alpenidylle, Skiliften und Gletschermüll

„Die Berge Tirols“ betrachtet die österreichische Bergregion nicht allein als Naturkulisse. Historische und aktuelle Objekte, Grafiken, Fotos, Kunstwerke, Filme und Lieder zeigen, wie Menschen die Berge nutzen, erforschen und verändern – und wie die Landschaft ihrerseits das Leben in Tirol prägt.

Dabei stehen vertraute Bilder von verschneiten Gipfeln und Berghütten neben Autobahnen, Staudämmen und Skiliften. Die Ausstellung verfolgt wirtschaftliche Nutzung, Almwirtschaft, Handel, Wissenschaft und Reisen ebenso wie die Folgen von Klimawandel und Massentourismus.

„Die Berge Tirols“ in Berlin: 300 m² zum Mitmachen

Konkrete Berggeschichten führen zu Lawinensprengungen, Felsstürzen, ausbleibendem Schnee und Nutzungskonflikten zwischen Tourismus und Landwirtschaft. Zu den ungewöhnlichen Exponaten und Motiven gehören neben Kuhglocken und Gletschermüll auch ein Almkranz und ein Schluchtenteufel.

Berlin ist Teil dieser Erzählung. Seit mehr als 150 Jahren gehören die Tiroler Alpen zur Freizeitkultur der Stadt: um 1900 bei sogenannten Alpenbällen und später durch die Sektion Berlin des Alpenvereins, die im Zillertal die „Berliner Hütte“ errichtete.

Zirbelholz ertasten und eigene Berge gestalten

Mehrere Stationen sind zum Ausprobieren gedacht. Besucher können Zirbelholz und Flachs ertasten, Spiele testen, sich vor Fantasiebergen fotografieren oder eigene Bergcollagen gestalten. Interviews und ergänzende Materialien vertiefen ausgewählte Themen.

„Die Berge Tirols“ in Berlin: 300 m² zum Mitmachen

Ein Audioguide führt auf Deutsch und Englisch durch die Ausstellung. Für Kinder von sechs bis zehn Jahren wurde außerdem ein eigener „Wanderpfad“ zum Entdecken, Nachforschen und Mitmachen angekündigt; einen genauen Starttermin nennt die Quelle noch nicht.

Führungen, Werkstätten und ein Konzert im September

Die Ausstellung wird von einem Begleitprogramm für Erwachsene, Jugendliche und Familien flankiert. Mehrere Veranstaltungen sind für September 2026 angekündigt:

Termin Angebot
13. September „Familienwanderung und Jause“ um 10.30 Uhr sowie die Tandemführung „Alpin in Berlin und Tirol“ um 14.30 Uhr
18. September Kuratorinnen- und Kuratorenführung „Über alle Berge?“ um 15 Uhr
19. September „Herbal Lab“ um 15.30 Uhr sowie Gespräch und Konzert mit NENDA um 18 Uhr
20. September Theater und Lesung „Monsteraffen gibt es nicht“ um 15 Uhr

Hinzu kommen die öffentliche Führung „Zwischen Almidylle und Klimawandel“ und die offene Werkstatt „Grüße aus Tirol“ an mehreren Terminen. Zum Ausstellungsumfeld gehörten auch die 22. Europäischen Kulturtage, die vom 26. Juli bis 23. August 2026 Tirol mit Konzerten, Lesungen, kulinarischen Veranstaltungen, Open-Air-Kino, Klettertag und Jodel-Workshop in den Mittelpunkt stellten.

„Die Berge Tirols“ in Berlin: 300 m² zum Mitmachen

Was für die Besuchsplanung bereits feststeht

Der bestätigte Ausstellungszeitraum reicht bis zum 25. April 2027. Veranstaltungsort ist das Museum Europäischer Kulturen in Berlin; für die Ausstellung werden rund 300 Quadratmeter und eine Aufenthaltsdauer von 60 bis 90 Minuten angegeben.

Die bereitgestellten Informationen enthalten keine Straßenadresse sowie keine Angaben zu Eintrittspreis, allgemeiner Buchung, Anreise oder Barrierefreiheit. Die einzige genannte Gebühr betrifft ein gesondertes Angebot für Schulen und Kindertagesstätten: Das 60-minütige Ausstellungsgespräch „Bergwelten – Spuren einer Landschaft“ kostet 30 Euro.

Quelle: Staatliche Museen zu Berlin – Aktuelle Ausstellungen

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