Vier Jahrzehnte nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl rückt eine neue Ausstellung in der Bezirksbibliothek Hamborn die verlassene Stadt Pripyat in den Fokus. Unter dem Titel „Pripyat. Die Zeitmaschine – Das europäische Erbe der Katastrophe von Chornobyl“ bietet die Schau ab dem 15. September einen ungewöhnlichen, technologisch gestützten Blick auf das Ausmaß des Unglücks, das als schwerster Vorfall in der Geschichte der zivilen Kernenergienutzung gilt.
Visuelle Zeitreise durch die Sperrzone
Im Zentrum der Ausstellung steht der ukrainische Foto- und Videokünstler Alexander Syrota. Er nutzt moderne Augmented-Reality-Technologie (Erweiterte Realität), um Besuchern eine direkte Gegenüberstellung zu ermöglichen. Historische Aufnahmen, die Pripyat als junge, aufstrebende Stadt zeigen, werden dabei mit aktuellen Fotografien der heutigen, nuklear verseuchten Sperrzone verknüpft. Diese Technik erlaubt es, die drastische Entwicklung des Ortes visuell nachzuvollziehen und die Folgen der Tragödie aus einer neuen, unmittelbaren Perspektive zu betrachten. Die Ausstellung macht das abstrakte historische Ereignis durch die visuelle Überlagerung von Vergangenheit und Gegenwart greifbar.

Was Leser wissen müssen
Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen der Bezirksbibliothek Hamborn und der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus. Sie ist für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet einen Einblick in das europäische Erbe der Katastrophe, die sich am 26. April zum 40. Mal jährte.

Die wichtigsten Eckdaten für Ihren Besuch:
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Veranstaltungsort | Bezirksbibliothek Hamborn, Rathaus-Center, Schreckerstraße 10 |
| Eröffnung | 15. September, 10:00 Uhr |
| Laufzeit | Bis zum 9. Oktober |
| Kosten | Der Eintritt ist kostenfrei |
| Öffnungszeiten | Während der regulären Bibliothekszeiten |
Angebote für Schulklassen
Die Ausstellung ist explizit auch für ein jüngeres Publikum konzipiert. Lehrkräfte, die mit Klassen ab der 8. Jahrgangsstufe die Eröffnung besuchen oder einen späteren Termin für eine Besichtigung vereinbaren möchten, werden gebeten, sich vorab mit dem Team der Bibliothek in Verbindung zu setzen. Dies ermöglicht eine bessere Planung und gegebenenfalls eine pädagogische Begleitung des Besuchs. Anmeldungen sind telefonisch unter 0203 283-5373 oder per E-Mail an stabi-hamborn@stadt-duisburg.de möglich. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger ist keine Voranmeldung erforderlich; sie sind während der regulären Öffnungszeiten herzlich eingeladen, die Exponate zu besichtigen.
Quelle: City of Duisburg Press Releases
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Quellenprüfung Redaktioneller Hinweis
Die Informationen basieren auf der offiziellen Pressemitteilung der Stadt Duisburg vom September 2026.
- Abgleich der Veranstaltungsdaten mit dem städtischen Mitteilungsblatt
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- Quelle
- Stadt Duisburg Pressemitteilungen
- Umfang
- Duisburg
- Aktualisiert
- 2026-09-11 10:52
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