Auf dem Raschplatz treffen geometrische Flächen, räumliche Illusionen und organische Linien bereits aufeinander. Nun steht fest, wie die letzte freie Stelle des rund 4.000 Quadratmeter großen Bodenkunstwerks „Art Underground“ gestaltet werden soll: Die hannoversche Künstlerin Etaja setzte sich in einem offenen Wettbewerb mit einem floralen, organisch aufgebauten Entwurf durch.
Die Umsetzung ist nach Angaben der Landeshauptstadt Hannover für September 2026 vorgesehen. Mit diesem Teilstück soll das großflächige Kunstwerk auf dem Raschplatz vollendet werden. Ein genauer Ausführungstermin wurde bislang nicht genannt.
Von der KO66-Redaktion. Grundlage dieses Beitrags ist eine Mitteilung der Landeshauptstadt Hannover.
Florale Formen schließen die letzte freie Fläche
Der Open Call richtete sich an die Street-Art-Szene in Hannover. Für das noch ungestaltete Teilstück gingen insgesamt neun Entwürfe ein, die anschließend von einer fünfköpfigen Jury bewertet wurden.
Etajas Konzept überzeugte nach der veröffentlichten Jurybegründung vor allem durch sein florales und organisches Motiv. Farbwahl und Geometrie fügten sich schlüssig in das vorhandene Gesamtbild ein. Zugleich bewege sich der Entwurf zwischen künstlerischer Freiheit und gegenständlicher Darstellung.

Die Jury hob außerdem hervor, dass Etaja eine zweite weibliche Perspektive in „Art Underground“ einbringt. An der Auswahl beteiligt waren Friederike Kohn von der SHannoverStiftung und der Stiftung Kulturregion Hannover, Tim Gerstenberger von der städtischen Stabsstelle Smart City und Johanna Adam, Kuratorin am Sprengel Museum Hannover. Zur Jury gehörten zudem die Künstlerin Sofia Baronner und Marta Tomaszewska vom Raschplatzkino Hannover.
Etaja arbeitet seit 2016 als freie Künstlerin
Etaja ist seit 2016 freischaffend tätig und arbeitet seit 2025 in einem Atelier in der hannoverschen Nordstadt. Ihr künstlerischer Weg verbindet damit die unmittelbare lokale Szene mit Ausstellungen und Arbeitsaufenthalten außerhalb Hannovers.
Im Frühjahr 2026 zeigte sie in der Atelierkate Bremen ihre Einzelausstellung „Florensische Beweisstücke“. Zuvor absolvierte sie eine einmonatige Artist Residency im KUD Mreža Art Studio in Ljubljana. Beim Atelierkate Kunstpreis in Bremen hatte sie im Juli 2025 den ersten Platz erreicht; im selben Jahr porträtierte sie die NDR-Sendung „DAS!“.
Auch in Hannover waren ihre Arbeiten bereits in größeren Einzelausstellungen zu sehen. 2024 präsentierte sie „Haltung“ im Gartensaal des Neuen Rathauses, 2022 folgte „Ein Tag, ein Bild, ein Lebensweg“ im Kulturzentrum Pavillon.

Ihre Ausbildung umfasst Bachelorabschlüsse in Visueller Kommunikation an der Hochschule Hannover und in Sozialwissenschaften an der Leibniz Universität Hannover. Hinzu kommt ein Masterabschluss in Design und Medien von der Hochschule Hannover.
Vier künstlerische Handschriften auf 4.000 Quadratmetern
Mit Etajas Beitrag erhält „Art Underground“ seine vierte prägende Bildsprache. Die bereits ausgeführten Teilstücke stammen von internationalen Graffiti- und Street-Art-Künstlerinnen und -Künstlern.
DELTA aus den Niederlanden arbeitet mit geometrischen und architektonischen Formen. Der in Russland geborene und heute in Berlin lebende Künstler dendyden nutzt 3D-Illusionen sowie perspektivische Effekte. IOTA aus Belgien setzt auf organische Formen und dynamische Linien. Etajas floraler Entwurf soll diese unterschiedlichen Ansätze ergänzen, ohne ihre Motive zu wiederholen.
Zum Gesamtprojekt auf dem Raschplatz gehört außerdem Florentina Holzingers Arbeit „CRASH PIPE“ aus dem Jahr 2026. Gefördert werden „Art Underground“, die vorgesehenen jährlichen Auffrischungen 2027 und 2028 sowie der Ankauf der „CRASH PIPE“ von der Sparkasse Hannover, der Ricarda und Udo Niedergerke Stiftung und den Merkur Spielbanken.
Als nächster bestätigter Schritt folgt die Übertragung von Etajas Entwurf auf die verbliebene Bodenfläche. Wenn die geplante Ausführung im September 2026 erfolgt, ist das rund 4.000 Quadratmeter große Ensemble erstmals vollständig gestaltet.
Quelle: State Capital Hannover News
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Quellenprüfung Quellennachweis
Die Angaben zu Auswahlverfahren, Entwurf, Künstlerin und Zeitplan wurden anhand der Mitteilung der Landeshauptstadt Hannover abgeglichen.
- Siegerin und Zahl der eingereichten Entwürfe abgeglichen
- Jurybegründung zum floralen und organischen Motiv geprüft
- Geplante Umsetzung im September 2026 als vorläufigen Termin gekennzeichnet
- Beteiligte Künstler und Förderer mit der Ausgangsquelle abgeglichen
- Quelle
- Landeshauptstadt Hannover
- Umfang
- Hannover
- Aktualisiert
- 2026-08-11 19:17
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