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Krefeld hört die Stimme eines Autors im Exil

Von der KO66-Redaktion | 10. September 2026

Krähen und ihre Rufe ziehen sich als wiederkehrendes Bild durch die Gedichte von Soroosh Mozaffer Moghaddam. Am Donnerstag, 1. Oktober, bringt der iranische Schriftsteller diese Texte in die Mediothek Krefeld – an einen Ort, an dem seine literarische Stimme öffentlich zu hören ist. Seine Bücher und Geschichten stehen im Iran nach Angaben der Stadt Krefeld auf dem Index des Mullah-Regimes.

Die Lesung beginnt um 18.30 Uhr und gehört zum Programm der Interkulturellen Woche Krefeld. Moghaddam liest gemeinsam mit Helmut Wenderoth aus dem Lyrikband „Aus der Stadt der Krähen“. Renata Balciunaite begleitet den Abend musikalisch.

Krefeld hört die Stimme eines Autors im Exil

Schreiben im Exil in Krefeld

Moghaddam lebt seit zwei Jahren zusammen mit seiner Frau im Exil in Krefeld. Diese biografische Erfahrung bildet den unmittelbaren Hintergrund der Veranstaltung: Ein Schriftsteller setzt seine Arbeit fern seiner Heimat fort, während seine bisherigen Bücher und Geschichten dort nach der städtischen Ankündigung nicht frei zugänglich sind.

Die Lesung richtet den Blick dennoch zuerst auf die Literatur. In den Gedichten hält Moghaddam Bilder, Wahrnehmungen und Erfahrungen sprachlich fest. Ihr öffentlicher Vortrag schafft einen Zugang zu einer Stimme, deren Verbreitung im Iran von staatlicher Zensur betroffen ist. Damit wird auch erfahrbar, welche Rolle Literatur im Exil spielen kann: Sie bewahrt Ausdrucksmöglichkeiten und Verbindungen zur eigenen Herkunft, selbst wenn sich der Ort des Schreibens verändert.

Krefeld hört die Stimme eines Autors im Exil

Was den Lyrikband prägt

Der zweisprachige Band „Aus der Stadt der Krähen“ erschien im Sommer 2026. Die Stadt Krefeld beschreibt die darin versammelten Gedichte als bildstark und tiefgründig. Krähen und ihr Ruf bilden das zentrale, wiederkehrende Motiv.

Die zweisprachige Gestaltung führt unterschiedliche sprachliche Räume innerhalb eines Buches zusammen. Welche Sprachen der Band umfasst und wie die Texte bei der Veranstaltung auf Helmut Wenderoth und Moghaddam verteilt werden, geht aus der Ankündigung nicht hervor. Bestätigt ist, dass beide lesen und Renata Balciunaite die literarischen Beiträge musikalisch begleitet.

Krefeld hört die Stimme eines Autors im Exil

Literatur im Rahmen der Interkulturellen Woche

Die Lesung ist Teil der Interkulturellen Woche in Krefeld, die vom 26. September bis zum 4. Oktober stattfindet. Moghaddams Auftritt verbindet diesen lokalen Veranstaltungsrahmen mit seiner persönlichen Erfahrung von Exil und Zensur. Die Gedichte eröffnen dabei einen literarischen Zugang zu den Fragen, wie eine Stimme über Orts- und Sprachgrenzen hinweg erhalten bleibt und wie Identität im Schreiben Ausdruck finden kann.

Grundlage der Angaben ist eine Ankündigung von Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation. Sie enthält keine weiterführenden Informationen zu den einzelnen Gedichten oder zur Entstehung des Bandes.

Eintritt und Anmeldung

Die Lesung findet am Donnerstag, 1. Oktober, um 18.30 Uhr in der Mediothek Krefeld statt. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist per E-Mail an mediothek@krefeld.de möglich. Angaben zur Dauer, zum verfügbaren Platzkontingent, zur Barrierefreiheit oder zur Anreise nennt die städtische Ankündigung nicht.

Quelle: City of Krefeld Press Releases

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