2026-10-24 Aktuelle Nachrichten und Hintergründe aus Deutschland und der Welt.
Künstlerische Papiergrafiken und Entwürfe liegen ordentlich präsentiert auf einem weißen Ausstellungstisch.

Margit Palme in Aachen: 43 Grafiken in zwei Teilen

Selbstbewusste Frauenfiguren, präzise Linien und wenige Farben prägen die Druckgrafiken von Margit Palme. Unter dem Titel „Margit Palme. Neuzugänge“ zeigt das Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen 43 Aquatinta-Arbeiten der österreichischen Künstlerin. Die Präsentation ist in zwei Teile gegliedert: Von September bis November stehen Körperideale, Tierdarstellungen und Großstadtleben im Mittelpunkt; ab Dezember folgen Mode und Stoffe, Zwänge und Masken. Wer sich für Druckgrafik, Frauenbilder oder Pop Art interessiert, kann den Besuch damit nach dem jeweiligen Themenschwerpunkt planen.

Die Ausstellungsbeschreibung des Ludwig Forums nennt keinen genauen Eröffnungstag und keine Öffnungszeit für die Ausstellung. Auch Angaben zu Eintritt, Buchung, Anreise und Barrierefreiheit fehlen dort. Für die konkrete Besuchsplanung ist deshalb die Veranstaltungsseite des Museums die Anlaufstelle; die angekündigten Monatszeiträume ersetzen keinen bestätigten Besuchstermin.

Wie die 43 Grafiken nach Aachen kamen

Die Ausstellung geht auf zwei Schenkungen zurück. Palme übergab dem Ludwig Forum 2023 anlässlich einer Ausstellung 20 Grafiken. Im Jahr 2026 ergänzte ihre Tochter Iris Barbara Kubowsky den Bestand um 23 weitere Arbeiten. Zusammen bilden sie ein Konvolut von Aquatinten aus den Jahren 1971 bis 2025. Die Schau gibt somit Einblick in Arbeiten aus mehreren Jahrzehnten, die nun zur Sammlung des Aachener Museums gehören.

Palme (1939–2025) absolvierte zunächst eine Ausbildung an der Modeschule Wien-Hetzendorf und studierte anschließend Grafik und Lithografie in Linz und Salzburg. Seit den späten 1950er Jahren widmete sie sich fast ausschließlich der Aquatinta, einer Radiertechnik. Ihre Themen blieben dennoch vielfältig: Neben Mode und Körperidealen beschäftigte sie sich mit Sport und Freizeit, dem Alleinsein sowie dem Leben in der Großstadt.

Margit Palme in Aachen: 43 Grafiken in zwei Teilen

Warum sich die Schwerpunkte im Dezember ändern

In Palmes Werk stehen Frauen häufig im Zentrum. Laut Ludwig Forum greift sie Vorstellungen vom weiblichen Körper auf, dreht sie um und spielt mit ihnen. Die erste Präsentation von September bis November verbindet diesen Blick mit Tierdarstellungen und Motiven des Großstadtlebens. Der zweite Teil rückt ab Dezember Mode und Stoffe sowie Zwänge und Masken in den Vordergrund. Die Ankündigung beschreibt damit zwei unterschiedliche Zugänge zum Konvolut; sie nennt keine vollständige Liste der Werke für die einzelnen Teile.

Auch die Farbigkeit lohnt einen genaueren Blick: Ab den späten 1960er Jahren näherte sie sich nach Angaben des Museums zunehmend der Ästhetik der Pop Art an. Das Ludwig Forum sieht in ihren Arbeiten eine Gelegenheit, das stark von männlichen und US-amerikanischen Positionen geprägte Bild dieser Kunstrichtung zu erweitern. Kuratiert wird die Ausstellung von Mailin Haberland. Für Besucherinnen und Besucher bleibt die wichtigste zeitliche Unterscheidung: Körperideale, Tiere und Stadtleben sind für September bis November angekündigt, Mode, Stoffe, Zwänge und Masken ab Dezember.

Quelle: Ludwig Forum Aachen – Ausstellungen

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