2026-08-19 Aktuelle Nachrichten und Hintergründe aus Deutschland und der Welt.
Eine leuchtende Porsche-Skulptur vor dem Haus der Geschichte in Stuttgart bei Dämmerung.

Stuttgart: „Fragt uns doch mal!“ noch bis 6. September

Elf Stationen unterbrechen, ergänzen und kommentieren die Dauerausstellung im Haus der Geschichte Stuttgart. Die Intervention „Fragt uns doch mal! Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus“ ist dort vom 8. Februar bis einschließlich 6. September 2026 zu sehen. Der Eintritt ist im Dauerausstellungsticket enthalten. Das Angebot richtet sich besonders an Menschen, die Antisemitismus in der Gegenwart aus jüdischen Perspektiven betrachten und die Präsentation entsprechender Bilder und Erzählungen im Museum kritisch hinterfragen möchten.

Nach Angaben des Stuttgart Tourismus Veranstaltungskalenders geht die Ausstellung über die Betrachtung einzelner historischer Objekte hinaus. Sie fragt, wie junge Jüdinnen und Juden das heutige Deutschland erleben, weshalb Antisemitismus fortbesteht und was sich Judenfeindlichkeit entgegensetzen lässt.

Elf Eingriffe verändern den Blick auf „Landesgeschichte(n)“

Die Intervention ist direkt in die Dauerausstellung „Landesgeschichte(n)“ eingebunden. An elf Stationen werden vorhandene Objekte und museale Erzählungen mit Fakten, Einwänden und Wünschen konfrontiert. Besucherinnen und Besucher erleben damit keine vom übrigen Museum losgelöste Präsentation: Die zusätzlichen Perspektiven setzen an den bereits gezeigten Exponaten und Geschichten an.

Stuttgart: „Fragt uns doch mal!“ noch bis 6. September

Im Mittelpunkt steht auch eine schwierige Frage der Museumsarbeit: Können oder müssen antisemitische Bilder gezeigt werden – und wie lässt sich verhindern, dass ihre Präsentation hasserfüllte Vorurteile verfestigt? Die Stationen lassen solche Darstellungen deshalb nicht unkommentiert, sondern machen ihre Wirkung und die Einwände gegen sie zum Gegenstand des Besuchs.

„Verschwörungsgenerator“ und Stimmen aus der Gegenwart

Zu den hervorgehobenen Elementen gehört ein „Verschwörungsgenerator“. Er veranschaulicht, wie antisemitische Verschwörungserzählungen funktionieren. Videos ergänzen diese Auseinandersetzung um persönliche Perspektiven: Darin berichten jüdische Menschen von ihren Hoffnungen, Ängsten und Enttäuschungen.

Stuttgart: „Fragt uns doch mal!“ noch bis 6. September

Entwickelt wurde die Intervention von einem Projektteam des Hauses der Geschichte gemeinsam mit Community-Kuratorinnen und -Kuratoren. Unterstützt wurde die Arbeit durch ein Expertenboard mit Menschen, die in Forschung, Bildung, Beratung und Vermittlung antisemitismuskritisch tätig sind. Damit verbindet die Ausstellung die historische Präsentation des Museums mit Erfahrungen und Kommentaren aus der Gegenwart.

Was für den Besuch feststeht

Angabe Bestätigte Information
Ausstellung „Fragt uns doch mal! Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus“
Ort Haus der Geschichte, Stuttgart
Zeitraum 8. Februar bis 6. September 2026
Zugang Im Dauerausstellungsticket enthalten
Umfang Elf Stationen innerhalb von „Landesgeschichte(n)“

Eine konkrete Uhrzeit, die genaue Anschrift sowie Angaben zu Buchung, Anfahrt und Barrierefreiheit enthält die vorliegende Veranstaltungsbeschreibung nicht. Wer den Besuch plant, kann die bestätigten Ausstellungsangaben im Stuttgart Tourismus Veranstaltungskalender prüfen; die Intervention bleibt bis einschließlich 6. September 2026 Teil der Dauerausstellung.

Quelle: Stuttgart Tourismus Veranstaltungskalender

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