2026-08-19 Aktuelle Nachrichten und Hintergründe aus Deutschland und der Welt.
Eine mit Graffiti verzierte Hauswand in Leipzig mit charakteristischen, hohen alten Türen.

Bilderkosmos #3 in Leipzig: Kunst auf rund 1000 Quadratmetern

Im dritten Obergeschoss des Museums der bildenden Künste Leipzig treffen Werke der Moderne auf Kunst aus der DDR und Positionen der Gegenwart. „Bilderkosmos #3. Leipzig im Dialog“ erstreckt sich über rund 1000 Quadratmeter und richtet sich besonders an Besucherinnen und Besucher, die figurative Kunst, Leipziger Kunstgeschichte und medienübergreifende Präsentationen erkunden möchten.

Zu sehen ist die Ausstellung im Museum der bildenden Künste Leipzig (MdbK), Katharinenstraße 10, 04109 Leipzig. Ein konkreter Ausstellungszeitraum, Eintrittspreise und Angaben zur Buchung werden in den vorliegenden Informationen des Museums nicht genannt.

Der Rundgang beginnt bei Max Beckmann

Die chronologisch angelegte Präsentation startet mit Werken des in Leipzig geborenen Max Beckmann. Ein eigener Raum stellt sein Interesse an der hinter dem Sichtbaren liegenden Realität in Beziehung zu einem Sammlungsschwerpunkt des MdbK: figurative und erzählende Bildkünste des 20. und 21. Jahrhunderts, häufig mit allegorischen Motiven.

Daran schließt sich die Kunst der Moderne an. Vertreten sind Gemälde von Giorgio De Chirico, Karl Hofer, Otto Mueller, Max Pechstein und Max Schwimmer sowie Skulpturen von Wilhelm Lehmbruck und Ernesto de Fiori.

Die neue Fassung des Bilderkosmos bezieht auch Grafik und Fotografie ein. Anders als in den beiden vorherigen Präsentationen sollen diese Medien im dreimonatigen Wechsel gezeigt werden. Hinzu kommen lange nicht ausgestellte Arbeiten, darunter Werke von Karl-Heinz Adler und Irmgard Horlbeck-Kappler, sowie jüngere Neuerwerbungen und Schenkungen von Gemälden aus dem 20. und 21. Jahrhundert.

Sieben Räume zeigen Kunst aus der DDR

Sieben der insgesamt zehn Räume sind der Kunst aus der DDR gewidmet. Die Ausstellung ordnet die Werke nicht als einheitlichen Block, sondern zeigt unterschiedliche künstlerische Positionen, politische Spannungen und die Einbettung in den Kalten Krieg.

Thematisch gegliederte Räume machen Ambivalenzen und Widersprüche sichtbar. Einzelne Arbeiten aus dem 21. Jahrhundert unterbrechen die historische Abfolge und stellen Bezüge zur unmittelbaren Gegenwart her.

Leipziger Kunst trifft internationale Positionen

In der zentralen Mittelhalle breitet sich die zeitgenössische Kunst aus. Zur lokalen Szene gehören ehemalige Professoren und Studierende der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, darunter Neo Rauch, Henriette Grahnert, Franziska Holstein, David Schnell und Matthias Weischer.

Diesen Arbeiten stehen Positionen gegenüber, die über Leipzig hinausweisen. Genannt werden André Butzer, Adrian Ghenie, Katharina Grosse, Karolina Jabłońska und Cornelia Schleime. So entsteht der im Ausstellungstitel angekündigte Dialog zwischen lokaler Kunstproduktion und nationalen sowie internationalen Verbindungen.

Digitale Broschüre begleitet den Besuch

Das MdbK bietet eine digitale Ausstellungsbroschüre auf Deutsch und Englisch an. Sie enthält Informationen zu Werken und Künstlerinnen und Künstlern und kann zur Vorbereitung oder Nachbereitung heruntergeladen werden. Im Museum lässt sie sich über einen QR-Code und das vorhandene WLAN aufrufen.

Für Bildungseinrichtungen und private Gruppen bezieht die Kunstvermittlung den Bilderkosmos in verschiedene Formate ein. Zum Angebot gehört „Leipzig im Dialog“, ein eineinhalbstündiger Rundgang durch die Ausstellung. Vor einem Besuch sollten Interessierte die aktuell geltenden Öffnungs-, Eintritts- und Buchungsinformationen direkt beim MdbK prüfen, da diese Angaben in der vorliegenden Ausstellungsbeschreibung fehlen.

Quelle: Museum der bildenden Künste Leipzig – Ausstellungen

Kommentare

Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!

Weitere Geschichten